Krankheitsformen

Zystische Fibrose
Die zystische Fibrose als Systemkrankheit befällt verschiedene Organsysteme, unter anderem die oberen und unteren Luftwege, Leber, Pankreas und Magen-Darmtrakt. Oft sind die Patienten zum Zeitpunkt der notwendigen Lungentransplantation mit multiresistenten Keimen besiedelt.
Dank Fortschritten in der äusserst genauen peri- und postoperativen Betreuung gehört das Krankheitsbild der Zystischen Fibrose in erfahrenen Zentren zu denjenigen mit den besten posttransplantären Resultaten. Eine Zuweisung an ein Transplantationszentrum sollte frühzeitig erfolgen, insbesondere bevor die Patienten aufgrund ihrer fortschreitenden Grunderkrankung deutlich und meist irreversibel an Körpergewicht verloren haben und dadurch geschwächt und ohne Muskelkraft sind.

Anmeldung und AuskunftCF-PreOpCT.jpg

Bildlegende: CT-Thorax: Erkennbare Bronchiektasen bei Zystischer Fibrose

Chronisch obstruktive Lungenkrankheit (COPD) (inklusive alpha-1-Antitrypsinmangel)
Weltweit gehört die COPD zur häufigsten Indikation für eine Lungentransplantation. So ist diese Krankheit einerseits sehr häufig, andererseits haben die COPD-Patienten auf der Transplantations-Warteliste eine günstige Prognose im Vergleich zu Patienten mit anderen Grunderkrankungen. Grundsätzlich kommt bei diesen Patienten eine einseitige oder bilaterale Transplantation in Frage. Obgleich die Operationszeit bei der Einzel-Lungentransplantation kürzer ist, stellt die verbleibende Restlunge ein Risiko für spätere Komplikationen dar. Die funktionellen Resultate und das Langzeitüberleben sind nach bilateraler Transplantation besser, weshalb wir in

Lungenfibrose
Häufig zeigt die Lungenfibrose bereits kurz nach Diagnosestellung einen raschen Abfall der Lungenfunktionswerte, und die betroffenen Patienten kommen in vielen Fällen zu spät zur Vorabklärung für eine Transplantation. Sie versterben auf der Transplantations-Warteliste an der rasch progredienten Grunderkrankung oder an den Folgen der (meist erfolglos eingesetzten) immunsuppressiven Therapie. An Lungenfibrose erkrankte Patienten sollten deshalb umgehend in unserem Transplantationszentrum am UniversitätsSpital Zürich vorstellig werden. Die Wartezeit beträgt für die meisten Patienten 6 bis12 Monate. Allerdings kann dies auch wenige Tage bis Jahre dauern, abhängig davon, ob eine passende Spenderlunge verfügbar ist. (LINK: www.transplantation.usz.ch/HealthProfessionals/Lungentransplantation/Warteliste

Pulmonale Hypertonie
Sowohl die primäre wie die Sekundäre Pulmonale Hypertonie (durch zunehmenden Anstieg des Gefässwiderstands, Blutdruckanstieg im Lungenkreislauf und oft darauffolgender Rechts-Herzinsuffizienz gekennzeichnete Krankheit) stellen gute Transplantationsindikationen dar. Nach der Lungentransplantation erholt sich das rechte Herz innert Wochen vollständig.
Mit dem Aufkommen intravenös verabreichter und inhalierter, potenter Medikamente ist die Indikation zur Lungentransplantation bei dieser Erkrankung seltener geworden. Nur für Patienten, die nicht auf die medikamentöse Therapie ansprechen, ist heutzutage noch eine Transplantation indiziert. Dennoch empfiehlt es sich, Patienten mit der Diagnose einer Pulmonalen Hypertonie dem transplantierenden Zentrum vorzustellen, um den richtigen Zeitpunkt für die Aufnahme auf die Warteliste nicht zu verpassen.

Unheilbare oder seltene Lungenerkrankungen
Eine Transplantation kann heute mit Erfolg bei einer Reihe weiterer, seltener Lungenkrankheiten eingesetzt werden. Beispielsweise bei einer Lymphangioleiomyomatose (Zystische Lungenerkrankung, die durch eine diffuse nicht maligne Proliferation von glatten Muskelfasern in der Wand der Lymphgefässe gekennzeichnet ist): bei einer Histiozytose X (Lungenkrankheit, die die kleinsten Verzweigungen der Atemwege (Bronchiolen) befällt) und Sarkoidose (granulomatöse Entzündung, die prinzipiell jedes Organ befallen kann, vorwiegend jedoch die Lungen befällt).​